Regulatorik · AI Act

AI-Act-Anforderungen in umsetzbare Maßnahmen für Daten, Risiken und KI-Systeme übersetzen.

Wir unterstützen Sie bei den technischen und organisatorischen Grundlagen für den AI Act: kontrollierte Daten und Zugriffe, bewertete Risiken, geregelte Systemlebenszyklen – bis zur Steuerung, welche Daten KI verarbeiten darf.

Stand 04.08.2026

Der AI Act trat am 1. August 2024 in Kraft und ist seit dem 2. August 2026 grundsätzlich anwendbar, mit Ausnahmen und gestaffelten beziehungsweise durch den AI Omnibus geänderten Übergangsfristen. Der AI Omnibus trat am 27. Juli 2026 in Kraft. Rollen, Systemklasse und aktuelle Fristen müssen daher für jeden Anwendungsfall geprüft werden.

Typische Maßnahmenlücken

Wo Anforderungen im IT-Alltag häufig nicht durchgängig umgesetzt sind.

KI-Nutzung ist nicht inventarisiert

Fachbereiche nutzen Modelle, Apps und eingebettete KI-Funktionen, ohne Owner, Zweck oder Datenfluss zu dokumentieren.

Daten werden unkontrolliert verarbeitet

Sensible Dokumente können in eigene Analysen, Scoring- oder Entscheidungsprozesse einfließen, obwohl Datenschutz, Geschäftsgeheimnisse oder Verträge nur die Klassifizierung erlauben.

Rollen sind unklar

Anbieter-, Betreiber-, Einführer- oder weitere Rollen werden nicht auf den jeweiligen Use Case abgebildet.

Risikoklasse wird zu spät betrachtet

Anforderungen werden erst nach Entwicklung oder Beschaffung bewertet.

Lifecycle und Änderungen fehlen

Modelle, Prompts, Datenquellen, Versionen, Evaluierungen und Abschaltung werden nicht kontrolliert.

Nachweise sind nicht systematisch

Entscheidungen, Daten, Kontrollen, Tests und menschliche Aufsicht lassen sich nicht konsistent belegen.

Ausgewählte Umsetzungsbeiträge

Maßnahmen statt allgemeiner Compliance-Versprechen.

Manche Maßnahmenbereiche setzen wir unmittelbar um, für andere schaffen wir Voraussetzungen oder liefern Beiträge im passenden Kontext.

KI-Inventar und Ownership

Use Cases, Systeme, Modelle, Datenquellen, Verantwortliche und Rollen werden sichtbar.

Primärer Beitrag
Datenkategorien und zulässige Nutzung

Datenarten werden mit erlaubten und untersagten KI-Verarbeitungszwecken verbunden – die Grenzen setzen DSGVO, Geschäftsgeheimnisschutz und Ihre Verträge.

Primärer Beitrag
Informationsschutz und Zugriff

DLP, Labels, Berechtigungen und sichere Schnittstellen reduzieren unkontrollierte Weiterverarbeitung.

Unterstützend
Risikobewertung

Use Case, Betroffene, Auswirkungen, Kontrollen und Restrisiko werden nachvollziehbar bewertet.

Primärer Beitrag
System Lifecycle

Versionen, Änderungen, Evaluierung, Monitoring, Incident und Stilllegung werden geregelt.

Unterstützend
Anbieter- und Technologieprüfung

Produktbedingungen, Datenverarbeitung, Sicherheitskontrollen und Vertragsgrenzen werden vor Einsatz validiert.

Unterstützend
Technische und organisatorische Maßnahmen

Ein verbundenes Umsetzungsmodell.

Produktkonfigurationen wirken erst, wenn Richtlinien, Owner, Freigaben, Kontrollrhythmen und Incident-Wege dieselbe Zielsetzung tragen.

Technische Komponenten

Kontrollen und Plattformfunktionen

  • Persistente Datenkategorien und Metadaten
  • Purview Information Protection, DLP und Zugriffskontrollen
  • Gesicherte Identitäten, APIs und administrative Rollen
  • Jira-basierte Inventar-, Risiko-, Change- und Nachweisprozesse
  • Produkt- und plattformspezifische Datenkontrollen nach validierter Edition
Organisatorische Maßnahmen

Verantwortung und Nachweis

  • KI-Use-Case-Inventar und eindeutige Owner
  • Rollen- und Risikoklassifizierung im jeweiligen Kontext
  • Erlaubte Daten, Zwecke und menschliche Aufsicht
  • Beschaffungs-, Freigabe- und Änderungsprozess
  • Evaluierung, Monitoring, Incident und Stilllegung
  • KI-Kompetenz (Art. 4 AI Act) und zielgruppengerechte Befähigung
FAQ

Fragen vor dem Start.

Ist der AI Act seit dem 2. August 2026 vollständig anwendbar?

Er ist grundsätzlich anwendbar, aber Ausnahmen und gestaffelte beziehungsweise 2026 geänderte Übergangsfristen bestehen. Insbesondere Hochrisiko-Fristen und produktbezogene Fälle müssen anhand der aktuellen Rechtslage geprüft werden.

Ist jede Nutzung von ChatGPT ein Hochrisiko-KI-System?

Nein. Die Einordnung hängt von Zweck, Rolle, Kontext und dem eingesetzten System ab. Allgemeine Produktnutzung ist nicht automatisch Hochrisiko; bestimmte Einsatzfälle können jedoch zusätzliche Pflichten auslösen.

Bietet Loptr eigene KI-Lösungen an?

Ja – gebündelt im Lösungsbereich KI & Automation: von Copilot- und AI-Plattform-Governance über KI-gestützte Datenklassifizierung bis zur KI-Nutzungssteuerung nach EU AI Act.

Wie lässt sich Klassifizierung erlauben, aber weiteres KI-Scoring verhindern?

Datenkategorien, Schutzklassen, DLP, Zugriffs- und Plattformkontrollen können zulässige Verarbeitungswege definieren. Ob sich das durchsetzen lässt, hängt von den eingesetzten Produkten, Datenflüssen, APIs und Nutzerrechten ab.

Eine Maßnahmenlücke in einen umsetzbaren Auftrag übersetzen.

Sie schildern die Lücke, wir ordnen betroffene Systeme und Verantwortlichkeiten ein – und benennen ein prüfbares Ergebnis.

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