Fünf Gesellschaften, ein Ziel – und keiner kommt an die Daten der anderen.
Unternehmensgruppen wachsen durch Zukäufe und Beteiligungen – und mit jeder Gesellschaft kommt ein eigener Microsoft-365-Tenant dazu: eine eigene Microsoft-Umgebung mit eigenen Regeln für Gäste, Geräte und Freigaben. Die Zusammenarbeit sucht sich dann eigene Wege: doppelte Konten, Einzelgäste, Mail-Weiterleitungen, private Freigaben – und beim Support ist offen, welche Gesellschaft zuständig ist. Wer wo Zugriff hat, kann irgendwann niemand mehr sagen. Wir geben Ihnen ein Konzept, das beides beendet – die Behelfswege und den fehlenden Überblick: Tenant-Verbindungen, je Verbindung entschieden, und ein Gast- und Freigabemodell mit dokumentierten Abläufen, automatisierter Durchführung und eingebauten Kontrollen.
Geregelte Datenflüsse zwischen Gesellschaften: Externe Treiber.
Jede Gesellschaft bleibt datenschutzrechtlich selbst verantwortlich: Legen zwei Gesellschaften gemeinsam Zwecke und Mittel fest, verlangt Art. 26 eine Vereinbarung über die gemeinsame Verantwortlichkeit; verarbeitet eine für die andere, verlangt Art. 28 einen Auftragsverarbeitungsvertrag. Eine Tenant-Landkarte mit dokumentierten Datenflüssen macht prüfbar, welche Konstellation wo vorliegt.
„Konzepte für die Sicherheit des Personals, die Zugriffskontrolle und für die Verwaltung von IKT-Systemen, -Produkten und -Prozessen“ – § 30 Abs. 2 Nr. 9 BSIG (EU: Art. 21 Abs. 2 lit. i). Ein Gast- und Zugriffsmodell mit Mindeststandards, die in jedem Tenant der Gruppe gelten, zahlt auf diese Anforderung ein.
VDA ISA 6, u. a. Kapitel Identitäts- und Zugriffsmanagement: Automotive-Kunden erwarten kontrollierte Zugriffe auch in Gruppenstrukturen. Abgestimmte Gast- und Freigaberegeln unterstützen die Nachweise jeder Gesellschaft, die ein TISAX-Label braucht.
Risikofragebögen stellen ihre Fragen je versicherter Gesellschaft – nach MFA, Gastzugriffen und geregelter Rechtevergabe. Gruppenweite Standards mit dokumentierten Ausnahmen liefern dieselben Antworten für jede Police.
Unsere technische Basis.
Angepasst an Ihre Umgebung und Lizenzen.
01 · Zielsysteme
Die Microsoft-365-Tenants Ihrer Gesellschaften – jeder führt Verzeichnis, Zugriffe und Freigaben selbst. Verbunden über Microsoft Entra: Für jedes Tenant-Paar legen die mandantenübergreifenden Zugriffseinstellungen fest, wer hinein- und wer hinausdarf – dazu die mandantenübergreifende Synchronisierung der Konten und, wo es passt, eine Multitenant Organization.
02 · Durchführung & Self-Service
Hier entstehen Verbindungen und Gastzugänge: AvePoint Cloud Governance macht gruppenweite Teams- und SharePoint-Bereiche bestellbar – mit Freigabe durch die zuständige Gesellschaft; Einladungen, Befristungen und Prüfungen laufen automatisiert. In freigegebenen Teams-Kanälen arbeiten Mitglieder anderer Gesellschaften direkt aus ihrem eigenen Tenant mit – über B2B Direct Connect, ohne Gastkonto und ohne Tenant-Wechsel.
03 · Prozess-Dokumentation & Ablauf
Jeder Antrag wird ein Vorgang, jede neue Tenant-Verbindung ein Change mit Spur – festgehalten in Jira Service Management.
Trennung und Zusammenarbeit werden je Szenario entschieden – mit Regeln, die in jedem Tenant gelten.
Der Zuschnitt folgt Ihrer Ausgangslage und Lizenzsituation – der Kern ist in jedem Projekt derselbe. Sie nutzen andere Tools? Wir prüfen, wie sich unser Konzept am besten bei Ihnen abbilden lässt.
Gruppen- und Tenant-Landkarte
Gesellschaften, Tenants, Domains und Identitäten als Befund – samt heutiger Gastzugänge und Datenflüsse, priorisiert nach Risiko.
Multi-Tenant-Zielarchitektur
Je Verbindung die Entscheidung: getrennt lassen, verbinden, gemeinsame Dienste oder Konsolidierung – mit Identitäts- und Gastmodell samt Sponsoren und Lebenszyklus.
Prozess: Freigaben, Gäste, Betrieb
Welche Gesellschaft einen gruppenweiten Bereich freigibt, wie Gäste beantragt, verlängert und entzogen werden, wer Support und Änderungen trägt – als Abläufe dokumentiert in Jira Service Management.
Pilot & Umsetzung
Ein abgegrenztes Gruppenszenario geht produktiv: konfigurierte Entra- und AvePoint-Bausteine, geprüft im Alltag der beteiligten Gesellschaften – danach die nächste Verbindung.
Fragen vor dem Start.
Müssen wir dafür alle Tenants zusammenlegen?
Nein. Das Zielbild kann Trennung erhalten und gezielte Verbindungen schaffen – eine Konsolidierung ist eine von mehreren Architekturentscheidungen. Ob sie sich lohnt, zeigt die Landkarte: Abhängigkeiten, Lizenzen und der Aufwand je Gesellschaft.
Behält jede Gesellschaft ihre eigenen Sicherheitsregeln?
Ja, innerhalb der vereinbarten Architektur. Für gemeinsame Dienste und Zugriffe über Tenant-Grenzen braucht es Mindeststandards – etwa für MFA, Gerätevertrauen und Gastzugriffe – mit benannten Verantwortlichen je Gesellschaft und dokumentierten Ausnahmen.
Was bedeutet das für unsere Lizenzen?
Der Gastzugriff zwischen Tenants (B2B-Zusammenarbeit) gehört zu Microsoft Entra ID und ist in jedem Microsoft-365-Plan nutzbar – damit lassen sich erste Szenarien abbilden. Mandantenübergreifende Synchronisierung (Cross-Tenant Synchronization), bedingter Zugriff und AvePoint-Funktionen haben eigene Lizenzvoraussetzungen, geprüft je Quell- und Zieltenant. Diese Prüfung gehört an den Anfang des Projekts, vor der Zielarchitektur.
Wie arbeiten Ihre Gesellschaften heute über Tenant-Grenzen zusammen?
30 Minuten Ausgangslage besprechen: Sie schildern Gruppe und Stand – etwa Zahl der Tenants und den Umgang mit Gastzugängen –, Loptr ordnet ein.
Der passende Einstieg ist manchmal ein anderer.
Nicht jedes Gruppenthema beginnt bei der Tenant-Verbindung – vier typische Fälle:
Oder der Überblick: alle Lösungen im Bereich Multi-Tenant-Collaboration →